stiefkind
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Servus!
Einige von euch kennen mich vielleicht, das mit den alten Computern mache ich schon eine längere Weile. Im Frühjahr 2002 habe ich das VCFe 3.0 in München besucht, damals meine erste Alteisen-Veranstaltung. Darüber bin ich dann zu den Großrechnersammlern von Cray-Cyber.org gekommen (heute VClab bzw. datArena) und habe dort etliche Jahre aktiv mitgewirkt. Was im wesentlichen bedeutete: alle paar Wochen irgendwo in Deutschland einen Lkw voll Alteisen abholen mit der Idee, das irgendwann mal wieder zum Laufen zu kriegen. Hat nur teilweise funktioniert.
Im Frühjahr 2013 bin ich dann von München etwa 100km Richtung Osten umgezogen, kurz vor die österreichische Grenze. Seit Winter 2023 lebe ich am Stettiner Haff, also ganz im Nordosten Deutschlands, wenige Kilometer vor Polen. Die Entfernung macht eine sinnvolle aktive Mitarbeit in der Großrechnersammlung schwer bis unmöglich.
Was mich in der ganzen Computer-Historie aber eh schon immer mehr interessiert: wie sind Firmen entstanden, warum waren Firmen erfolgreich (oder warum nicht), wie und weshalb sind sie verschwunden, wo tauchen Technologien (oder zentrale Figuren) aus einem Konkurs später in der Geschichte wieder auf. Welche technischen und gesellschaftlichen Umstände mussten gegeben sein, damit ein Produkt zum Erfolg wurde. Solche Dinge. Um dem hinterher zu recherchieren braucht es im wesentlichen einen brauchbaren Internet-Zugang, aber keine alte Hardware mehr. Weshalb ich bei den letzten beiden Umzügen auch bis auf wenige Einzelstücke (einzelne CPUs, Rechenschieber, ein paar HP-Taschenrechner, mechanische Rechenmaschine) alles weg gegeben habe. Ich hatte insbesondere mal viel Sun-Hardware, weil ich damit auch lange beruflich zu tun hatte.
Seit dem VCFe 3.0 bin ich – bis heute – regelmäßiger Teilnehmer am VCFe, manchmal auch Sprecher, immer irgendwie Helfer, die letzten beiden Jahre auch sehr aktiv in der Organisation und "hinter den Kulissen". Vielleicht mehr, als es auf Dauer gesund ist, aber das ist eine andere Geschichte
So wie auf dem VCFe in München habe ich auch kaum ein VCFB in Berlin verpasst. Nicht zuletzt, weil ich immer mal wieder gerne ein paar Tage in der Stadt bin. Und auch auf der Classic Computing trifft man mich das eine oder andere Mal als Besucher.
Im Sommer 2025 hat mir ein Bekannter einen A500 überlassen, zusammen mit einem großen Karton Disketten und ein paar Büchern. Mein erster selbst gekaufter Computer war 1988 ein A500, der C64 davor kam ja von den Eltern.
Der überlassene A500 bootet ein Kickstart. Immerhin. Weiter habe ich noch nicht probiert. Der Kram lag dann erstmal eine lange Weile in einer Ecke, weil ich unschlüssig war, wie viel Zeit ich da rein investieren möchte/kann, oder ob ich das Gerät evtl. an jemanden weiter gebe. Vor ein paar Tagen habe ich dann nochmal ausführlicher drüber nachgedacht und werde das gute Stück jetzt also doch restaurieren (und ein wenig modernisieren, ich denke da insbesondere an SSD und HDMI).
Und da kommt ihr jetzt ins Spiel: irgendwie muss man ja an Infos kommen und ein Netzwerk haben zum Nachfragen
Das alles wird eine längere Weile dauern, der A500 genießt hier nicht oberste Priorität, bis zum Rentenalter habe ich noch so ungefähr 10 Jahre (vielleicht auch länger, wer weiß, was bis dahin noch alles passiert). Ich werde hier also im wesentlichen erstmal überwiegend mitlesen und vielleicht die eine oder andere neugierige Nachfrage stellen. Und als erstes der Tastatur meines A500 viel Liebe zukommen lassen. Der Vorbesitzer machte mit dem Amiga Musik und hat sich dazu mit wasserfestem Stift eine Klaviatur auf die Tasten gemalt. Das ist über die Jahre gut eingezogen und ausgetrocknet 
Apropos Rente: ich bin gelernter Dipl.-Ing. Elektrotechnik (nach einer Berufsausbildung zum Energiegeräteelektroniker) und verbrachte etwa die erste Hälfte meines Berufslebens mit Sun/Solaris Support, Solaris Consulting, Linux und großen Storage-/Backup-Systemen. Heute bin ich freiberuflich tätig im Bereich technische Dokumentation (insbesondere Sicherheitskonzepte nach BSI Grundschutz) und ich mache Projektkoordination (was ich absichtlich nicht "Projektmanagement" nenne).
Ich freue mich auf anregenden Austausch!
wolfgang
Einige von euch kennen mich vielleicht, das mit den alten Computern mache ich schon eine längere Weile. Im Frühjahr 2002 habe ich das VCFe 3.0 in München besucht, damals meine erste Alteisen-Veranstaltung. Darüber bin ich dann zu den Großrechnersammlern von Cray-Cyber.org gekommen (heute VClab bzw. datArena) und habe dort etliche Jahre aktiv mitgewirkt. Was im wesentlichen bedeutete: alle paar Wochen irgendwo in Deutschland einen Lkw voll Alteisen abholen mit der Idee, das irgendwann mal wieder zum Laufen zu kriegen. Hat nur teilweise funktioniert.
Im Frühjahr 2013 bin ich dann von München etwa 100km Richtung Osten umgezogen, kurz vor die österreichische Grenze. Seit Winter 2023 lebe ich am Stettiner Haff, also ganz im Nordosten Deutschlands, wenige Kilometer vor Polen. Die Entfernung macht eine sinnvolle aktive Mitarbeit in der Großrechnersammlung schwer bis unmöglich.
Was mich in der ganzen Computer-Historie aber eh schon immer mehr interessiert: wie sind Firmen entstanden, warum waren Firmen erfolgreich (oder warum nicht), wie und weshalb sind sie verschwunden, wo tauchen Technologien (oder zentrale Figuren) aus einem Konkurs später in der Geschichte wieder auf. Welche technischen und gesellschaftlichen Umstände mussten gegeben sein, damit ein Produkt zum Erfolg wurde. Solche Dinge. Um dem hinterher zu recherchieren braucht es im wesentlichen einen brauchbaren Internet-Zugang, aber keine alte Hardware mehr. Weshalb ich bei den letzten beiden Umzügen auch bis auf wenige Einzelstücke (einzelne CPUs, Rechenschieber, ein paar HP-Taschenrechner, mechanische Rechenmaschine) alles weg gegeben habe. Ich hatte insbesondere mal viel Sun-Hardware, weil ich damit auch lange beruflich zu tun hatte.
Seit dem VCFe 3.0 bin ich – bis heute – regelmäßiger Teilnehmer am VCFe, manchmal auch Sprecher, immer irgendwie Helfer, die letzten beiden Jahre auch sehr aktiv in der Organisation und "hinter den Kulissen". Vielleicht mehr, als es auf Dauer gesund ist, aber das ist eine andere Geschichte
Im Sommer 2025 hat mir ein Bekannter einen A500 überlassen, zusammen mit einem großen Karton Disketten und ein paar Büchern. Mein erster selbst gekaufter Computer war 1988 ein A500, der C64 davor kam ja von den Eltern.
Der überlassene A500 bootet ein Kickstart. Immerhin. Weiter habe ich noch nicht probiert. Der Kram lag dann erstmal eine lange Weile in einer Ecke, weil ich unschlüssig war, wie viel Zeit ich da rein investieren möchte/kann, oder ob ich das Gerät evtl. an jemanden weiter gebe. Vor ein paar Tagen habe ich dann nochmal ausführlicher drüber nachgedacht und werde das gute Stück jetzt also doch restaurieren (und ein wenig modernisieren, ich denke da insbesondere an SSD und HDMI).
Und da kommt ihr jetzt ins Spiel: irgendwie muss man ja an Infos kommen und ein Netzwerk haben zum Nachfragen
Apropos Rente: ich bin gelernter Dipl.-Ing. Elektrotechnik (nach einer Berufsausbildung zum Energiegeräteelektroniker) und verbrachte etwa die erste Hälfte meines Berufslebens mit Sun/Solaris Support, Solaris Consulting, Linux und großen Storage-/Backup-Systemen. Heute bin ich freiberuflich tätig im Bereich technische Dokumentation (insbesondere Sicherheitskonzepte nach BSI Grundschutz) und ich mache Projektkoordination (was ich absichtlich nicht "Projektmanagement" nenne).
Ich freue mich auf anregenden Austausch!
wolfgang